39. Tag

03.04

367

Ceuta - Ronda

In Algeciras angekommen verlassen wir nach der Stadtausfahrt die Autobahn und bevorraten uns im Centre Commercial wieder mit europäischen Produkten. Auch können wir hier einen Ersatz für die uns abhanden gekommene Antenne kaufen.

Wieder auf der Autobahn folgt gleich wenige Kilometer später die Abfahrt nach Ronda. Die A 369 führt uns nach 30 Kilometern in endlosen Kurven auf 1000 Meter Höhe und durch die Berge mit fantastischen Ausblicken. Dann die ersten Blicke auf die für diese Region bekannten weißen Dörfer. Gegen 17.00 Uhr erreichen wir Ronda. Kurz vor der Stadt liegt der Campingplatz „Camping el Sur - Ficha de Estancia“. Ein schöner Platz mit sauberen Sanitäranlagen. Waschmaschinen und Bügeleinrichtungen. Wir beschließen hier einen Tag länger zu bleiben und bezahlen dafür gerne EUR 17,12 pro Tag (ohne Elektrizität).

40. Tag

04.04

0

Ronda

Der Campingplatz liegt etwas außerhalb, aber in 30 Minuten sind wir zu Fuß in Ronda. Heute ist Besichtigungstag. Wir besichtigen

-   die Kirche Espiritu Santo aus dem 15. Jh., an der sich der Übergang von der Gotik in die Renaissance gut erkennen lässt. Die Kirche besteht aus nur einem Schiff, das von einer kreuzverzierten Kuppel überspannt wird.

-   die Kirche Santa Maria La Mayor. Diese Kirche wurde auf den Grundfesten einer maurischen Moschee aus dem 13. Jh. errichtet. Im Inneren befindet sich ein großartiges Chorgestühl, eine Chorrückwand mit 14 herrlichen Bronzetafeln sowie ein Tabernakelaltar von besonderer Bedeutung.

-   den Palast Montragon, in dem ein Museum untergebracht ist. Er ist jedoch ein Beispiel für die profane Baukunst der Stadt Ronda. In dem Palast sind drei Innenhöfe angelegt (Renaissancestil und Spätgotik). Der Palast wurde von den spanischen Königen in der Zeit der Rückeroberung Rondas bewohnt.

-   die Neue Brücke, die die beiden wichtigsten Stadtteile miteinander verbindet. Sie wurde 1792 errichtet. Dazu gehen wir 365 Stufen in die Tiefe um einen schönen Blick auf die in der Schlucht eingebetteten Brücke zu erhalten.

-   das Palais Don Bosco. Dieses Palais wurde erst Anfang des 20. Jh. erbaut und dem Alesianerorden zur Verfügung gestellt. Der Innenhof des Palais ist mit typischen maurischen Motiven geschmückt.

-   dann treibt uns der Hunger auf die Piazza El Socorno. Ein deutsch sprechender Führer hat uns das Restaurant Dona Pepe für eine Paella empfohlen. Es gibt wahrscheinlich preisgünstigere Lokale am Platz, aber wahrscheinlich keine bessere Paella als die, die wir gegessen haben. Dazu auf Kosten des Hauses einen Aperitif und einen Degistif. Das Preis-Leistungsverhältnis ist ausgezeichnet.

-   gestärkt gehen wir zur Allee entlang der Schlucht von Ronda. Ein schön angelegter Garten mit blühenden Pfingstrosen, Flieder und Glyzinien erlaubt einen prächtigen Panoramablick auf die umliegende Bergwelt.

-   nun gelangen wir auf die andere Seite der Stadt durch die terrassenförmig angelegte Gartenanlage Ciudad La Caridad zur

-   Maurischen Brücke. Allerdings handelt es sich hierbei nicht mehr um die alte, ursprüngliche Brücke, sondern um eine im Jahr 1961 nach alten Originalplänen wieder aufgebaute Brücke. Durch den

-   Bogen von Felipe V. aus dem Jahre 1742 führt der Weg wieder zurück.

Ein Kaffee am Piazza Duquese de Parcent schloss die Besichtigungstour ab. Gegen 17.00 Uhr treffen wir wieder auf dem Campingplatz ein. Unser Wissensdurst für heute ist gestillt.


41. Tag

05.04

195

Ronda - Sevilla

Ein schöner, schwieriger Tag beginnt. Zuerst erleben wir einen Sonnenaufgang mit wie aus dem Bilderbuch mit klaren Himmel. Wir frühstücken, checken out und begeben uns auf die Strecke. Zuerst wollen wir in der näheren Umgebung das römische Amphitheater besuchen. Dazu fahren wir auf der A 366 Richtung Puerto del Vinto auf ca. 1300 Meter ü. M.. Es eröffnet sich uns eine beeindruckende Gebirgslandschaft mit schönen Fernblicken, nur das Amphitheater entdecken wir nicht; konnten wir auch nicht, denn dieses befindet sich in Ronda la Vieja. Fehlschlag Nr. 1.

Wir fahren zurück und nehmen Kurs auf Jerez. Hier ist bei Montejaque eine wunderschöne Höhle mit Stalaktitten und Höhlenzeichnungen zu besichtigen, die wir ansteuern. Wir sind gegen 10.30 Uhr dort und steigen die Treppe zur Höhle hinauf. Die Höhle ost geschlossen.  Ein Schild verrät uns: Nächste Führung 13.00 Uhr. Über zwei Stunden warten wollen wir nicht. Fehlschlag Nr. 2. Allerdings: die Fahrt auf der MA 555 nach Benaojan und dann auf der MA 505 über Montejaque wieder auf die A 376 war ungemein beeindruckend. Allein wegen der Landschaft lohnt sich diese Strecke, wenn auch die Straße stellenweise katastrophal ist.

Wir fahren weiter nach Arcos, eine der schönen Weißen Dörfer. Hier gibt es einige schöne Kirchen und Paläste zu besichtigen. Wir fahren in die Ortschaft und ins Zentrum. Die Straßen werden enger. Das Wohnmobil ist sperrig. Ein Parkplatz findet sich nicht. Plötzlich sind wir aus der Ortschaft wieder raus. Es sollte nicht sein. Fehlschlag Nr. 3.

Also weiter nach Jerez. Wir gehen davon aus, dass eine Stadt wie Jerez einen Campingplatz besitzt. Es beginnt zu regnen. Wir fahren kreuz und quer durch Jerez. Wir finden weder eine Touristinformation noch einen Hinweis auf einem Campingplatz. Zudem spricht uns die Stadt hinsichtlich Flair, Architektur und Stadtbild  überhaupt nicht an. Wir entschließen, nach Sevilla weiter zu fahren und lieber dort eine Tag länger zu verbringen. Fehlschlag Nr. 4.

Für unseren Aufenthalt wählen wir den Camping Villsom in Dos Hermanas, 15 km vor Sevilla. Von Dos Hermanas aus fahren halbstündig Busse nach Sevilla bis ins historische Center. Der Pendelverkehr geht bis 23.30 Uhr. Besser geht’s wohl nicht.

Beim Abendessen vor dem Wohnmobil kommt eine Boe und fegt ein Weinglas vom Tisch, das geht zu Bruch. Fehlschlag Nr. 5.

42. Tag

02.04

0

Sevilla

Heute morgen fahren wir mit dem Bus nach Sevilla. Er fährt in halbstündigem Turnus ins Zentrum und ebenso wieder zurück. Der Fahrpreis pro Person und Fahrt kostet 1,20 EUR.

Zuerst besichtigen wir von außen das Militärmuseum. Es ist ein riesiges, im Halbrund angeordnetes Bauwerk……..

Dann gehen wir zur Kathedrale.

Anschließend machen wir einen ziellosen Rundgang durch das ehemalige Jüdische Viertel “Santa Cruz”. Hier ist noch etwas von der Atmosphäre der andalusischen Stadt zu spüren. Viele Hauseingänge sind offen und man kann Blicke in die Hinterhöfe bzw. Patio  werfen.

Als Imbiss nehmen wir eine Tortilla zu uns und gehen anschließend in den Alcázar. Ein Bauwerk das mehr als beeindruckend ist.

Eigentlich wollen wir noch das Haus des Pilates anschauen. Aber unsere Aufnahmefähigkeit für heute ist erschöpft.

Wir genießen in einem Straßenkaffee das Treiben und fahren gegen Abend mit dem Bus wieder zurück. Auf der Rückfahrt liegt die Haltestelle fast direkt beim Campingplatz.

Die Stadt richtig zu erkunden, würde eine Woche oder mehr beanspruchen. Sicher kommen wir wieder einmal hierher zurück und werden unsere ersten Eindrücke – mehr kann es nicht gewesen sein – vertiefen.  


43. Tag

03.04

177

Sevilla – Alcalá - Carmona – Ecija - Cordoba

Wir haben kein Brot mehr an Bord. Also fahren wir, ohne gefrühstückt zu haben, los. Die Geschäfte (Carefour, Aldi, Lidl) öffnen erst um 9.30 Uhr. Also fahren wir mit dem WoMo durch die engen Gassen von Dos Hermanas, suchen einen Bäcker und werden auch fündig.

Wir fahren bis Alcalà de Guardaira. In Alcalá  herrscht eine rege Betriebsamkeit auf den Straßen. Man hat das Gefühl, dass überall die Vorbereitungen für die Karwoche (Semana Santa) getroffen werden. Wir besichtigen die Kirche San Sebastian die im Mudéjardstil ausgestattet ist. In der Kirche befinden sich schon mehrere Gerüste mit biblischen Darstellungen, die in der Karwoche in Prozessionen durch die Straße getragen werden. Die Wände sind halbhoch mit Kacheln versehen, die maurische Motive in sich tragen (die „Spinne  des Propheten“).

Beim Gang durch die Straßen sehen wir viele offen stehende Haustüren, die einen Blick in die Patios der Häuser erlauben. Eine Frau, die unser Interesse wahrgenommen hat, lädt uns ein einzutreten, und öffnet das Gittertor, das zum Patio führt. Wir sind von der Symbiose von Blumen, Kachelwänden und Intimität des Raumes begeistert. Die Gastgeberin hat sich darüber sichtlich gefreut.

Danach suchen wir den Glockenturm von San Miguel, der als Grundlage noch ein ehemaliges Minarett besitzt. Von der Kirche San Miguel führt ein steiler Weg zur ehemaligen arabischen Burg. Dort oben angekommen, hat man einen schönen Blick über Stadt und Landschaft.

Nach diesem Rundgang führt uns die Reise nach Carmona. Diese Ortschaft zählt zu den ältesten Orten Spaniens. Das Centro Ciudat ist ein Ortskern, wie man sich alte spanische Ortschaften vorstellt: weiße Häuser, enge Häuserschluchten, zahlreiche alte Kirchen aus dem 14. – 18. Jh., ein schönes Ortszentrum und ein Glockenturm, der Giralda von Sevilla nachgebildet. Leider sind wir zu einem Zeitpunkt hier, an dem alle Kirchen geschlossen sind (14 – 17 Uhr). Da wir weiter nach Cordoba wollen, können wir nicht so lange warten. Bei einer erneuten Tour durch Andalusien steht diese Ortschaft sicher wieder auf dem Besichtigungsprogramm; ebenso wie  Ecija, das wir auf der Weiterfahrt nach Cordoba streifen.

In Cordoba suchen wir den Camping Municipal. Wir müssen in der Rash hour mitten durch die Stadt. Dabei merken wir, dass Cordoba ein absolutes großstädtisches Flair besitzt. Nachdem wir der Wegweisung „Parador“ gefolgt sind, sehen wir die Wegweisung zum Camping Municipal. Wenige Meter vom Campingplatz entfernt besteht eine Busverbindung in das Stadtzentrum. Diese werden wir morgen benutzen.