54. Tag


18.04

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Leucate

Heute Morgen sehen wir in der Ferne die Schnee bedeckten Gipfel der Pyrenäen. Wir machen WoMo-Pflege. Heiner zeigt mir in Leucate einen Stellplatz, auf dem das WoMo entsorgt und wieder vollgetankt werden kann. Danach werden noch einige Einkäufe erledigt, so dass wir für die nächsten Tage wieder gerüstet sind.

Am Nachmittag unternehmen wir eine Wanderung zu einer nahe gelegenen Burg aus dem frühen Mittelalter. Es sind nur noch wenige Mauern erhalten: diese zeugen aber, dass es einst wohl eine bedeutende Anlage gewesen sein musste. Von der Burgperspektive aus hat man einen wunderschönen Rundumblick von den Pyrenäen, übers Mittelmeer bis weit ins  Longedoc-Roussillon. Die Landschaft gefällt uns immer mehr.

Am Abend laden wir Heiner und Heidrun zum Essen ein und beenden den Abend wieder mit Karten spielen.

55. Tag

19.04

268

Leucate – La Meléne

Die Rückreise geht weiter. Zuerst fahren wir nach Port Leucate Hafen und wollen Fisch kaufen. Aber dort gibt es nur Muscheln in allen Variationen. Im Etang vor Leucate sind große Muschelzuchtbänke, und diese werden hier vermarktet. Nur: Muscheln sind unsere Sache nicht.

Also geht’s weiter. Über Narbonne, Beziers fahren wir Richtung Millau. Dieses Mal gehen wir vor der Mautstelle für die neue große Brücke von der Autobahn und fahren nach Millau. Wir wollen die Brücke von unten sehen. An der Zufahrt nach Millau ist ein Aussichtspunkt eingerichtet, von dem man einen guten Blick auf die Konstruktion hat. Leider ist es früher Nachmittag, und die Brücke steht im Gegenlicht. Also gilt es einen Weg zu finden, um die Brücke von der anderen Seite aus zu betrachten. Wir fahren nach Millau und von dort weiter Richtung St. Affrique. Die Straße führt unter der Brücke durch, und dann sehen wir sie im Sonnenlicht vor einer großartigen Landschaft. Der Weg hat sich gelohnt. Und die Fotos können geschossen werden.

Auf dem Rückweg fahren wir noch beim Intermarche vorbei und kaufen Fisch für den Abend und einige Leckereien.

Das Wetter ist schön, also fahren wir in die Gorges du Tarn, die sich ca. 30 km nordöstlich von Millau befindet. Die Anfahrt zur Schlucht führt durch schöne, ursprüngliche Ortschaften inmitten einer Mittelgebirgslandschaft. Dann kommen wir zur Gorges. Grandios: Hohe Felswände zu beiden Seiten der Tarn, Felstunnel, schmale Straße (einmal mussten wir beim Passieren eines andern Wohnmobiles beide Außenspiegel einklappen, sonst hätte es nicht gereicht). Wir sind begeistert. Um den Eindruck möglichst lange zu genießen, übernachten wir auf dem Camping Municipal La Meléne in der Schlucht. Wir sitzen vor dem Wohnmobil bis es dunkel wird. Als wir die Türe schließe,n wissen wir, hierher kommen wir wieder.

56. Tag

20.04

498

La Meléne - Dole

Heute Morgen geht die Fahrt in der Gorges du Tarn noch bis Sainte Emine. Hier windet sich die Straße steil die Felswände hoch so dass wir die Causse de Sauveterre überqueren können und auf die A 75 gelangen. Da wir heute Dole als Zielpunkt haben, wollen wir auf der mautfreien Autobahn rasch weiter kommen. Über Clermont-Ferrand, Vichy und Montceau-les-Mines kommen wir gegen Spätnachmittag in Dole an. Dole ist die ehemalige Hauptstadt der Comté, Tor zum Jura, Geburtstort von Pasteur und befindet sich inmitten einer wunderschönen Gegend mit einem schönen und weit ausgedehnten Wassernetz.

Hier kann mit dem WoMo auf dem Parkplatz am Kanal übernachtet werden. Allerdings werden dem Parkplatz gegenüber Rummelplatzbuden aufgebaut, so dass wir um unsere Nachtruhe fürchten. In Verlängerung der Straße finden wir  einen Firmenparkplatz und übernachteten– nach Eraubnis des Besitzers – hier. 

Am Abend gehen wir zu Fuß durch das schöne Städtchen, um den letzten Urlaubsabend mit einem Essen zu würdigen. Allerdings, die Suche nach einem Restaurant erwies sich schwieriger als vorgestellt, und so essen wir schließlich eine Pizza.

57.Tag

21.04

400

Dole - Bretten

Nach einem letzten Baguette-Frühstück beginnt die Schlussetappe, auf der N 73, später der N 83 bis Belfort  und Mulhouse und dann linksrheinisch über Colmar und Strasbourg nach Lauterbourg. Die Straße lässt sich auf Grund des geringeren Verkehrsaufkommens wesentlich besser als die parallel verlaufende A5 befahren. Von Lauterbourg ist es über Karlsruhe nach Bretten nur noch ein kurzer Weg zur Vollendung der ca. 10.000 km umfassenden Rundreise.