5. Tag

28.02

35 km

Ceuta – Oued Laou

Ab nach Tetuan, eine Stadt mit ca. 450.000 Einwohnern. Wir gehen davon aus, dass wir das bekannte Camping-Hinweisschild sehen werden. Doch gefehlt. Auf Nachfrage an einer Tankstelle weißt uns der Tankwart den Weg nach Oued Laou.

Der Campingplatz ist groß, aber abgewirtschaftet. Wir sind die einzigen Gäste und wissen unsere Einrichtungen im Wohnmobil zu schätzen. Preis 26 Dh. (2,6 EUR).

Tetuan


6. Tag

01.03

321 km

Oued Laou – Chefchaouen – Volubilis

Heute fahren wir zuerst nach Chefchaouen. Wir wählen den Weg entlang der Küste, denn laut Därr-Reiseführer soll uns dieser  nach Chefchaouen durch schöne Landschaften und Täler führen. Aber es regnet. Die Straße entlang der Küste steigt und fällt permanent. Traumhafter Küstenabschnitt. Nur als wir nach El-Tieta-de Oued-Laou kommen, versinkt die Straße in Schlamm und Dreck. Ein Weiterkommen ist nicht mehr möglich. Also den ca. 30 km langen Hinweg wieder zurück. Über Tetouan geht es dann Richtung Chefchaouen. Aber es regnet pausenlos und an eine Besichtigung der Medina, die in der UNESCO- Liste der Weltkulturerbe aufgenommen ist,  ist nicht zu denken. Wir entschließen uns, weiter Richtung Süden zu fahren, in der Hoffnung, dort mehr Sonne vorzufinden. Wir fahren bis Volubilis und campieren dort auf dem im Reiseführer ausgelobten Platz „Belle Vue“. Was wir anfinden, ist jedoch eine abgewirtschaftete Anlage, die jeder Beschreibung spottet. Wir bleiben trotzdem und genießen unseren Wohnmobilkomfort.


7. Tag

02.03

62 km

Volubilis - Moulay-Idriss - Meknes

 Um 8.30 fahren wir nach Moulay Idris. Wir parken auf dem großen Platz, auf dem auch die Busse halten. Zuerst gehen wir Richtung Moschee, die wir jedoch nicht betreten dürfen. Hier spricht uns ein Marokkaner an und bietet an, uns zu einer Terrasse zu führen, von der man einen guten Blick auf Moschee und Moulay Idris hat. Unterwegs zeigt er uns das zylindrische Minarett, das einmalig in Marokko ist. Der Blick von der Terrasse ist wirklich sehr schön. Im Zentrum wieder angekommen wollte der Guide für diese kurze Führung 100 Dh. Ich gebe ihm jedoch nur 20 Dh. und nicht mehr. Als wir wieder auf dem Parkplatz ankommen, ist unser WoMo von Omnibussen eingekeilt. Glücklicherweise fährt kurz darauf ein Bus weg, und wir können die Lücke zur Ausfahrt nützen.

Dann nach Volubilis, der bedeuendsten Ruinenstadt Marokos. Das Wetter wird zunehmend besser.Die Sonne scheint. Wir erkunden das Ruinenfeld und besichtigen die verschiedenen Mosaiken. Die Ruinen von Volubilis erstrecken sich auf einer Fläche von 40 ha. Lange Zeit vor der römischen Kolonialisation war dieser Platz von den Berbern und von den maurischen Königen. Die Ruinenstätte ist mit ihren zahlreichen Mosaiken ein kleines Freilichtmuseum. Von besonderer Schönheit sind die Mosaiken im Haus des Orpheus und des Desultors sowie die Ruinen der Thermen, des Triumpfboges sowie des Kapitols.

Gegen Mittag sind wir in Meknes. Nach einigen Irrungen und Wirrungen finden wir den Campingplatz. Es ist kein Hinweisschild auf der Straße zu erkennen. Nur dank eines „Winkers“ finden wir die Zufahrt. Der Platz ist groß und schön angelegt. Aber die sanitären Anlagen sind wieder einmal ein Problem

Am Nachmittag gehen wir zu Fuß in die Stadt. Wir besichtigen das wunderschöne Mausoleum des Moulay Ismail und unternehmen eine Kutschfahrt durch die Medina, entlang der Stadtmauer und besichtigen die  Stallungen für mehrere Hundert Pferde.

Anschließend essen wir in einem schön maghrebinisch eingerichteten Lokal je eine Tajine und trinken dazu Meknes-Wein. Wir sind heute auch kulinarisch in Marokko „angekommen“.

8. Tag

03.03

324

Meknes

Gegen 10 Uhr gehen wir zu Fuß in die Medina. Wir suchen eigentlich den Souq der Musikinstrumente, verlaufen uns jedoch und orientieren uns am Bab Mansur, dem schönsten Stadttor Marokkos, neu. Von hier aus gehen wir in die Markthallen und bestaunen das riesige Angebot an Süßwaren, Gewürzen, Obst, Gemüse etc. Wieder in der Medina werden wir von einem penetranten Händler angesprochen. Es gelingt uns jedoch, diesen wieder los zu werden und gehen weiter Richtung große Moschee und Medersa Bou Inania, wobei wir letztere besichtigen. Durch die Souqs gehen wir wieder in die Markthallen, wo wir uns mit Proviant eindecken. Anschließend sehen wir uns im Palais Ismails um, in dem Kunsthandwerkliches untergebracht ist. und kaufen eine „Hand der Fatima“, in Stahl und mit Silberfäden ziseliert. Nach vier Stunden Fußmarsch kehren wir auf den Campingplatz zurück, der zwischenzeitlich gut belegt ist.


9. Tag

04.03

72

Meknes - Fes

Nachdem das WoMo reisefertig ist, los fragen wir den Campingplatzwärter nach dem Boulevard Esadyine (Dörr-Reiseführer: Weinkellerei „Les Ceilleurs de Meknes“) Er weiß gleich, dass wir Wein kaufen wollen. Er zeigt uns jedoch den Weg zum Supermarkt Marjane. Dort gibt es den gleichen Wein preiswerter. Dort angekommen sind wir überrascht über Größe, Sortiment und Ausstattung des Supermarktes, der jeder europäischen Metropole bestehen könnte. Wir kaufen, was wir brauchen, u.a. einige Flaschen Rot- und Rosewein.

Dann geht’s auf der mautpflichtigen Autobahn nach Fes. Die Straße haben wir fast für uns alleine. Es ist überall grün, und es blüht in roten, violetten und gelben Farben.

In Fes finden wir den Campingplatz Diamant Vert nach der Beschreibung im Reiseführer sofort. Wir richten uns ein, nehmen eine Kleinigkeit zu uns und fahren mit dem halbstündig verkehrenden Bus zur Neustadt Fes. Wir suchen die Touristinformation auf. Aber es ist Samstag, und sie hat geschlossen.

Natürlich werden wir angesprochen, und ein Marokkaner bietet sich als Guide an. Da er ein offizieller Guide ist, akzeptieren wir. Er spricht zwar wenig Deutsch, aber sein Englisch ist sehr gut verständlich. Er schlägt uns vor, heute noch eine zweistündige Autoumrundung von Fes (200 Dh) und morgen eine ganztägtige Führung durch die Medina zu machen (160 Dh.). Wir sagen zu.

Die Autorundfahrt führt uns zum Königspalast (deren Ummauerung eine Länge von 6 km aufweist), auf die südl. und nördl. Anhöhen mit Blick auf die Medina sowie zu den Töpfereien. Die Töpfer arbeiten zu Bedingungen wie im Mittelalter.

Das Taxi fährt uns dann noch zum Campingplatz (50 Dh extra). Dort verabreden wir uns mit dem Guide für den nächsten Tag um 9.30 Uhr.