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05.03
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183 km
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Fes - Guercif
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Die halbe Nacht hat es geregnet und heute Morgen ist es nicht besser. Der Campingplatzwärter sagt, das Wetter wird „after tomorrow“ besser. So lange wollen wir nicht warten. Wir beschließen, die Stadtbesichtigung fallen zu lassen und evt. zu einem anderen Zeitpunkt nachzuholen. Wir warten auf „unseren“ Guide und geben ihm einen finanziellen Ausgleich für die abgesagte Führung und setzen unsere Reise fort..
Wir fahren über Taza, wo wir einen kurzen Stopp einlege,n nach Guersif. Die Landschaft ist zuerst leicht bergig, dann hügelig und grün. Sie wechselt allmählich in ein kargeres Aussehen. Gleichzeitig wird das Wetter sonnig, aber auch sehr stürmisch. Der Wind hat die Stärke 6 – 8. In Guersif angekommen, sonnen wir uns ein wenig und trocknen die nassen Campinsühle, die wir am Morgen in Fes eingepackt haben. Aber der Wind lässt uns dazu nicht viel Zeit.
Danach inspizieren wir das Zentrum. Die Stadt ist absolut unattraktiv und wir gehen schnell zum Campingplatz zurück. Auch auf diesem Platz werden wir die sanitären Einrichtungen unseres Wohnmobils nutzen. |
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06.03
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497 km
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Guercif – Outat-Oulad-El-Haj – Kasbi – Midelt
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Heute verlassen wir um 8.30 Uhr den Campingplatz. Auf der Strecke nach Midelt wollen wir ein landschaftliches Highlight einbauen und fahren zuerst nach Taourirt, Debdou und wollen über Rchida auf die Strecke Guercif - Midelt stoßen. Die Fahrt über Debdou und auf die Passhöhe danach ist landschaftlich eindrucksvoll. Von der Passstraße und -höhe aus kann man das ganze Gebirgspanorama sehen. Wir fahren weiter und landen in El Ateuf. Die Straße geht in eine Schotterpiste über. Wir müssen die Abzweigung nach Rchida verpasst haben. Auch auf dem Rückweg finden wir die angebliche Abzweigung nicht. Also zurück bis nach Guercif und dann nach Midelt. 250 km zuviel gefahren, beginnen wir die Reise ab Guercif neu.
Zwischenzeitlich ist es 12.30 Uhr. Bei Mahiriga machen wir einen Stopp und besichtigen die Reste eines Forts der franz. Fremdenlegion, die von hier aus zwölf Jahre lang gegen die Berber operierte. Kinder belagern unser WoMo und wir geben ihnen einige Süßigkeiten.
Wir fahren weiter. Vor uns sind einerseits die Schnee bedeckten Gipfel des Hohen Atlas, andererseits der braune, von der Sonne ausgedörrte Boden der Wüste. Ein fantastischer Kontrast.
Die Straße ist größtenteils nur einspurig befahrbar. Bei Gegenverkehr muss auf den Sandstreifen ausgewichen werden. Lediglich zwischen Outat-Oulad-El-Hai und Missour ist die Straße zweispurig. Bei Brückenbauwerken wird die Umleitungsstrecke durch ein Flussbett geführt.
Gegen 18.00 Uhr erreichen wir Midelt und übernachten auf dem Camping Municipal, den wir gerade noch bei Eintritt der Dunkelheit erreichen. |
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07.03
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165 km
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Midelt – Gorges du Ziz – Source Blue de Meski
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Wir verlassen gegen 8.30 Uhr den Campingplatz, tanken und kaufen in den Markthallen noch etwas Obst. Dann fahren wir zum nahe gelegenen Franziskanerinnen Kloster, in dem Teppiche, Tischdecken u. a. hergestellt werden. Wir fahren durch die zu Midelt gehörende Kasbah und finden das Kloster.
Am Eingang spreche ich eine Schwester an und frage nach dem Eingang. Es ist, wie sich später herausstellt, Schwester Monique, und sie freut sich, mit uns deutsch sprechen zu können. Sie erzählt, dass der Orden 1926 von Frankreich nach Marokko kam, zuerst nach Casablanca und später nach Midelt. Sie nehmen junge Mädchen auf und lehren sie Knüpfen und Sticken. Voraussetzung ist jedoch, dass die Mädchen daneben die Schule besuchen.
Wir kaufen letztendlich einen Teppich. Zum einen passt er in das Gästezimmer, zum anderen unterstützen wir hier eine sozale Einrichtung.
Danach fahren wir über den Atlas mit seinen Schnee bedeckten Gipfeln. Der zu überwindende Pass ist nahezu 2000 Meter hoch. Die Straße verläuft dann auf einer Höhe von 1000 Meter ü. M. durch eine karge, braune Landschaft, vorbei an Kasbas bis zur Gorges du Ziz. Wir fahren durch den Tunnel der Legionäre, der von den. Fremdenlegionären von Hand durch den Fels gehauen wurde. Die Schlucht erstreckt sich auf ca. 20 km Länge, entlang an schroffen Felswänden, Palmenoasen und Obstplantagen. Schließlich gelangen wir nach Errachida.
Am Ortsbeginn ist „Salam Gaz“, wo wir unsere Gasflaschen für 7 EUR füllen lassen. Allerdings nicht mit Propangas sondern mit Buthan. Die Stadt macht beim Durchfahren einen sehr gepflegten Eindruck; wie man sich vielleicht eine bilderbuchmäßige Wüstenstad vorstellt.
15 km weiter sind wir am Tagesziel, am Campingplatz der „Blauen Quellen vom Meski“. Der Platz ist gut besucht. Wir haben das Gefühl, dass uns das marokanische Bilderbuchwetter nun eingeholt hat.
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08.03
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0
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Source Blue de Meski
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Heute legen wir einen Ruhetag ein. Der Campingplatz liegt schön unter Palmen in einer Oase am Ziz. Dem Campingplatz angeschlossen ist ein Bassin mit Quellwasser.
Wir besichtigen die oberhalb des Campingplatzes gelegene Ortschaft Meski. Es ist ein typisch marokkanisches Lehmdorf mit ca. 3000 Einwohnern. Das Dorf hat einen Wasserturm, der von der Bevölkerung jedoch nicht angenommen wird. Die Wasserversorgung bilden die Ziehbrunnen, die fast jede Wohnanlage selbst gegraben hat. Beim Brotkauf spricht uns ein marokkanischer Gastwirt an und zeigt uns sein Restaurant. Alles, einschließlich der Toiletten, aufs Feinste hergerichtet. Wir sagen ihm zu, am Abend zum Tajine-Essen zu kommen.
Dann besichtigen wir das vor ca. 30 Jahren von den Bewohnern aufgegebene Kasbah-Dorf. Es bot einst Platz für 1200 Bewohner. Der gesamte Komplex wird von einer Mauer umschlossen. Der Zugang erfolgte früher nur durch ein einziges Tor, das abends geschlossen wurde. Gut zu erkennen ist noch immer die Moschee mit dem Mihrab.
Von der Kasbah-Mauer hat man einen schönen Blick auf die Oasenfelder, die die Bewohner liebevoll anlegen.
Auf dem Weg zur Kasbah kommen wir am Waschplatz vorbei, an dem die Frauen, wie seit langer Zeit, die Wäsche waschen. Dies war und ist wahrscheinlich auch eine Kommunikationsbörse. |

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09.03
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109
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Source Blue de Meski – Merzuga (Kasbah Mohajut)
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Heute nehmen wir das letzte Teilstück Richtung Sahara. Auf der Strecke hierher besichtigen wir den Artesischen Brunnen vor Erfuod, den amerikanische Geologen bei der Suche nach Wasser entdeckt haben. Dieser Brunnen sprudelt salzhaltiges Wasser auf Grund des Schwemmdruckes des Atlas nach oben.
Danach kaufen wir auf dam Markt in Erfud noch verschiedenes Gemüse. Weiter geht’s nach Rissani, eine schöne Stadt mit schönen Stadttoren. Heute, Donnerstag, ist Markttag. Für uns Grund, in das Zentrum zu fahren. Kaum parken wir, werden wir von zahllosen Leuten umlagert. Zum Glück kommt gleich ein autorisierter Guide, der uns die „Gaffer“ vom Halse hält und uns eine Führung durch den Markt für 20 DH anbietet. Wir sagen zu.
Er zeigt uns den Schaf- und Kälbermarkt, den Eselsparkplatz und führt uns durch die Markthallen. Er ist uns beim Kauf von Lammkottelets behilflich und führt uns scließlich zu einem Antiquitäten- und Teppichgeschäft. Doch diesmal bleiben wir hart.
Wir fahren weiter nach Merzuga. Auf der asphaltierten Straße biegen wir kurz vor Merzuga nach links auf eine Schotterpiste ab, die uns in ca. zwei Kilometern zur Kasbah Mohajout führt. Diese ist nach alten Plänen wieder errichtet worden und bietet im Innenhof Stellmöglichkeiten für Wohnmobile. Die sanitären Anlagen scheinen zum ersten Mal gut zu sein.
Am Abend essen wir in der Kasbah ein viergäniges Menü (Nariri, Wintersalat, Kaliha, Dessert) zum Preis von 100 DH (10 €). Es war vorzüglich. Dazu trinken wir einen Cabernet Sauvignon 2005 von Meknes |

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