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Heutiges Ziel ist Taroudannt. Die Fahrt führt zunächst zwischen dem Hohen Atlas im Norden und dem Antiatlas im Süden, vorbei zuerst an Palmenoasen, dann zahllosen Aganienbäumen, aus denen in Kooperativen Arganienöl gewonnen wird (für einen Liter Arganienöl benötigt man einen Zentner Arganienkerne).
Danach fällt die Straße (mit hässlichen Bodenwellen zur Tempoverminderung) auf eine Meereshöhe von ca. 400 Meter. Nun fährt man an endlosen Orangen- und Zitronenplantagen vorbei. Nach zwei Stunden erreichen wir Taroudant. Wir wollen gleich Geld wechseln. Aber weder die Bank Populaire noch die Credit Agricole wollten tauschen. Anscheinend haben sie keinen verbindlichen Wechselkurs.
Wir fahren ins Zentrum und parken an der acht Meter hohen, die Stadt umspannenden und zinnenbewehrten, Stadtmauer. Ein Gang durch den Berbermarkt, der am heutigen Donnerstag stattfindet, sowie durch den Suq verschaffen uns einen Eindruck von der Lebendigkeit der Stadt. Natürlich verirren wir uns etwas im Suq, finden dann aber den Weg wieder zum WoMo.
Wir wollen weiter nach Tata, sehen aber beim Hotel Palais Salam einen großen Parkplatz und steuern diesen an. Ein Bediensteter des Hotels spricht uns an und sagt wir könnten hier gerne über Nacht stehen bleiben. Also bleiben wir und relaxen, bis die Mittagshitze vorüber ist.
Dann suchen wir die Stadt noch einmal auf und lassen die Stimmung bei einem Tee du Mint auf uns einwirken. Bei einer anschließenden Droschkenrundfahrt besichtigen wir eine Cooperative, bei der Arganienöl und andere Produkte aus der Berber-Kräuterküche angefertigt und zum Verkauf angeboten werden. Kein Wehwehchen, für das es hier kein Gegenmittel gibt. Weiter geht die Fahrt zu einer Lohgerberei. Ein Angestellter zeigt uns die verschiedenen Arbeitsgänge, vom Schlachten bis zum Lederprodukt. Die Leute, ca. 50 Personen sind hier beschäftigt, arbeiten unter unsäglichen ergonomischen Bedingungen. Die Fahrt endet, nach Durchfahren aller fünf Stadttore, auf unserem Campingplatz.
Im Reiseführer ist kein Campingplatz ausgewiesen. Bei der Rundfahrt sahen wir jedoch am Bab El Jidid einen Stell- bzw. Campingplatz, der voll belegt war. |