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30.03
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367
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Ouzoud – Rabat
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Heute haben wir in Marokko die letzte große Fahrstrecke vor uns. Nach 38 km erreichen wir Azilal. Hier ist großer Markt. Aus allen Richtungen kommen die Leute mit ihren Eseln, teils mit drei Personen beladen. Aber auf Grund unseres Ereignisses zwei Tage zuvor halten wir uns davon fern. Die Fahrt geht weiter Richtung Afourer. Aus der Ferne sind immer wieder die Schnee bedeckten Gipfel des Hohen Atlas zu sehen. Dann geht es talwärts zum Stausee bei Bin-el-Ouidane, der einem geradezu zu Füßen liegt, umrahmt von den Gebirgsausläufern des Atlas. Ein großartiges Panorama. Allerdings: fotografieren verboten. Die Fahrt geht weiter durch einen Felstunnel und später über viele Kilometer bergauf, begleitet von herrlichen Panoramenblicken, bis die Straße dann in die Ebene von Beni Mellal abfällt. Bei Kasba Tadla biegen wir auf die R 312 und bei Oued Zem auf die R 401 nach Rabat ab. Die Straßen sind allerdings in sehr wechselhaftem Zustand. Sie entsprechen maximal einem Kreisstraßenniveau mit manchmal ungehörigen Schlaglöchern. Allerdings, die Straße führt durch Landschaften mit in allen Farben blühenden Feldern und durch wunderschöne Eukalyptusalleen. Hinter Romani sind alle Hügel mit einem derartigen intensiven Grün versehen, dass man der Meinung sein könnte, sich in Irland zu befinden. Im Einzugsgebiet von Rabat säumen herrschaftliche Anwesen die Straße, die den sozialen Kontrast sehr deutlich machen.
Nach acht Stunden Fahrtzeit sind wir in Rabat. Der Weg geht zuerst zum Supermarkt Marjane. Dort decken wir uns mit Vorräten für die letzten Marokko-Tage ein.
Der Campingplatz in Salé entspricht dem durchschnittlichen, lieblosen Niveau der Campinplätze in Marokko. Er liegt sehr günstig für die Besichtigung von Rabat und Salé. Wir werden auch hier alle sanitären Einrichtungen des Wohnmobils nutzen. |
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31.03
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0
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Rabatt
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Heute Morgen setzen wir mit dem Boot von Salé nach Rabat über. Der Bootsmann bekommt dafür pro Person 1,5 Dh (15 Cent). Egal, wie viel Personen er am Tag übersetzt, reich wird er davon wirklich nicht. Wir gehen zum Hassan-Turm und Mausoleum von Mohamed V. Der Hassan-Turm aus dem 12.Jh. ist das Wahrzeichen der Stadt. Mit seinen 40 Metern Höhe und seinen Verzierungen ist er wirklich ein imposantes Bauwerk. Dann gehen wir zum nahe gelegenen Mausoleum. Ein Bauwerk, das an Aufwand, Pracht und Herrlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt: Cararamarmor, Wandmosaike, Zedernholzkuppel – es ist schon beeindruckend. Von der Besucherebene schaut man in die Gruft auf den Sarkophag, wie beim Mausoleum von Napoleon.
Dann gehen wir in die Medina. Nach den Besuchen dieser Viertel in Meknes, Taroudant, Marrakesch u.a. bietet diese nichts Neues mehr. Danach geht’s zur Kasbah des Oudaias. Sie ist im wesentlichen nur noch ein Torso, aber das Tor dazu ist eines der schönsten in Rabat. Innerhalb der Kasbah ist ein andalusischer Garten, der noch von den Franzosen angelegt wurde.
Am späten Nachmittag wollen wir uns Salé ansehen. Wir gehen vorbei an dem riesigen Friedhof Richtung Medersa von 1340 mit ihren prachtvollen Zedernholzschnitzereien. Auf dem Weg dorthin werden wir von einem Marokkaner angesprochen. Er will uns den Weg zur Medersa zeigen und weist uns darauf hin, dass die Besichtigung pro Person 10 Dh kostet. Er führt uns in einen Moscheevorhof, zeigt uns alte, teils verfallene Häuser, eine Wallfahrtsstätte für kinderlos gebliebene Frauen, die verschiedenen Moscheetore und dás Minarett aus der Almohaidenzeit, das der Giralda und der Kutubia nachempfunden ist. Dann zur Medersa – aber diese hat heute Nachmittag geschlossen. Er verlangt nun sein Führergeld: pro Person 100 Dh. Wir akzeptieren es nicht, geben ihm dann aber doch 150 Dh. Wer möchte es hier schon als Tourist auf ein Spektakel ankommen lassen. (Man weiß ja, dass man grundsätzlich vor einer Führung den Preis aushandeln soll! Blöde Touristen!) Gut, wir haben einige Eindrücke von dieser Medina bekommen, die wirklich interessant sind. Es hat eben alles seinen Preis.
Der Tag klingt aus bei gegrillten Lammkoteletts, Kartoffeln, Karottengemüse und einer Flasche Meknes-Rotwein. |
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01.04
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221
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Rabat – Asilah
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Heute steuern wir unseren letzten Campingplatz in Marokko an: Asilah. Bevor wir jedoch Rabat verlassen, besuchen wir noch die Chellar, die Grabstätte der Merinidensultane. Der Besuch der Cella ist sehenswert, nicht nur wegen der mehr oder weniger verfallenen Grablegungen, sondern auch wegen der zahlreichen Störche und Kuhreiher die hier nisten. Es sind wahrscheinlich mehr als 100 Störche, die hier ihr Nest gebaut haben und klappern. Manche Nester sind schon ein Meter hoch oder mehr. Ein toller Anblick.
In der Nekropole ist besonders das Grab des Sultan Abu al-Hassan aus dem 14. Jh., die Moschee des Abu Yussuf und das Minarett aus dem 13. Jh. sehenswert, an dem noch die Ornamentik zu sehen ist.
Dann fahren wir auf der Autobahn bis Asilah. Die Landschaft bietet nichts Besonderes, so dass wir uns den Komfort einer guten Straße gönnen. Man glaubt es kaum, nach den vergangenen vier Wochen Marokko, wie ruhig ein Wohnmobil fahren und man dabei noch Musik anhören kann.
In Asilah gehen wir auf den Campingplatz Echrigui. Auf diesem hat man, im Vergleich zum nebenan gelegenen Platz Assada, Platz um das Wohnmobil, so dass wir am Abend ungestört Grillen können.
Am Spätnachmittag gehen wir zu Fuß Richtung Medina, um einen ersten Einblick zu gewinnen. Dabei sehen wir, dass an der Stadtmauer zur Seeseite, die Wohnmobile in Zweierreihe parken und übernachten. Auch eine Möglichkeit.
Wir kaufen noch Erdbeeren, Kartoffel, Zucchini, Erbsen, Steaks, Oliven u.a. in Mengen ein und zahlen dafür umgerechnet weniger als 10 EUR. |
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03.04
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181
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Asilah – Ceuta
Fähre Ceuta - Algeciras
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Um 8.00 fahren wir los und wollen um 11.30 Uhr (13.30 Uhr MSZ) die Fähre in Ceuta erreichen.
Die Fahrt entlang der Küste bis Tanger erinnert leicht an die Nordseeküste. Durch Tanger zu kommen ist kein Problem; der Verkehr ist relativ ruhig und die Wegweisung nach Sebta (Ceuta) ist gut. Tanger hat ein modernes, sauberes Stadtbild und auch diese Stadt demonstriert, wie auch besonders Marrakesch, wirtschaftliche Prosperität und Dynamik. Bauten in moderner Architektur, die sich trotzdem gut in die traditionelle charakteristische Bauweise einfügt, sowie ein neuer Bahnhof, sprechen dafür.
Nach Tanger geht es entlang der Küste der Straße von Gibraltar. Schöne Buchten, fantastische Blicke über Küste und im Hinterland aufragende Berge, sind eine schöne Abschiedstour von Marokko. Dann auf halber Streck zwischen Tanger und Ceuta wird die Landschaft umgeformt. Neue Straßen entstehen und ein komplett neuer Hafen wird gebaut. Es bestätigt nur unseren Eindruck. Aber das Fahren durch die Schotterspurumleitungen nervt.
Schließlich kommen wir in Ceuta an. Die Grenzabfertigung geht nicht gerade schnell, aber in 20 Minuten sind wir durch. Es ist 13.00 Uhr. Dann durch die Stadt und zum Hafen. Wir werden durchgewinkt, noch kurz von den Spürhunden beschnüffelt, und sind gerade noch rechtzeitig auf dem Schiff. Adieu Marokko.
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