1. Tag

380
km

Algeciras – Moncarpacho

Nach fünf Wochen Marokko-Rundreise genießen wir die herrliche Fahrbahndecke, auf der wir von Algeciras in den Süden Portugals gelangen. Tassen und Töpfe in den Schränken sind so ruhig, wie schon lange nicht mehr. Dazu bestaunen wir eine Landschaft, die einem endlosen Park gleicht. Wir genießen diese pastorale Symbiose.

Unser Ziel ist ein Stellplatz unter Orangen- und Zitronenbäumen in Moncarpacho. Am frühen Nachmittag treffen wir dort ein, und sind auch nicht enttäuscht. Vom Standort aus reicht die Sicht bis zum ca. 10 km entfernt liegenden Meer.


2. Tag

25
km

Moncarpacho – Olhao

Wir beschließen, hier ein paar Tage zu bleiben und uns von unserer Marokko-Rundreise zu erholen. Dennoch nehmen wir das Wohnmobil und fahren zum zehn Kilometer entfernten Olhao. Dort führt uns der Weg zuerst in die beiden baugleichen Markthallen im Zentrum. In der einen wird Fleisch, Obst und Gemüse, in der anderen ausschließlich Fisch – vom Feinsten – angeboten und in letzterer haben wir die Qual der Wahl. Auch in der Obst- und Gemüsehalle werden wir fündig und kaufen beispielsweise ein Kilo Erdbeeren für EUR 2,00. Danach schlendern wir noch durch die Innenstadt mit ihren schmalen Gassen. Olhao hat keine besonderen Sehenswürdigkeiten, aber als Ensemble ist es eine sehenswerte Kleinstadt mit für uns neuem Flair.

Dann besuchen wir das Umweltzentrum Ria Formosa. Allerdings hat dieses heute wegen des Jahrestages der Nelkenrevolution geschlossen; wir können es aber dennoch durchwandern, allerdings ohne Informationsmaterial. Informationstafeln klären uns aber denoch über Salzwiesen, Gezeitenmühle, Brutstätten, Vegetation, Pinienwälder u. a. auf. In unmittelbarer Nachbarschaft sind außerdem große Salinen.

Mit diesen Eindrücken kehren wir am Spätnachmittag wieder zum Stellplatz zurück.

Marktbeit
Kitzingen Kitzingen

3. Tag

Moncarpacho – Faro

Gemeinsam mit unseren Freunden fahren wir heute nach Faro. An der Stadtmauer befindet sich ein großer Parkplatz, auf dem wir das WoMo abstellen. Durch das nahe gelegene Stadttor führt der Weg vorbei an der Kathedrale durch das Centro Historico in das eigentliche Zentrum, wo sich gleichzeitig ein geschützter Jachthafen befindet. Die Sehenswürdigkeiten sind hier im wesentlichen die Kirchen sowie das imposante Stadttor Arco da Vila, das von der Innenstadt den Weg in den historischen Stadtkern öffnet. Die Kathedrale aus dem 12 Jh. vereinigt Gotik, Renaissance und Barock; am sehenswertesten sind die Capela de Nossa Senhora do Rosário mit ihrem überquellenden Goldschmuck und Azulejos sowie die restaurierte Orgel, die zu den schönsten Portugals zählt.

In einer schmalen Nebenstraße essen wir in einem kleinen Lokal, das vorwiegend von einheimischen Gästen besucht wird, Sardinen und trinken dazu einen Vino Verde.

Den Rest des Tages verbringen wir unter den Orangen- und Zitronenbäumen auf dem Stellplatz.

Dettelbach Stadtmauer
Poral Kirche Dettelbach Kirche Dettelbach Dettelbach Kirchweih

4. Tag

75
km

Moncarpacho – Rocha des Soidos

Wir trennen uns von Inge und Günther. Sie treten die Reise nach Bremen an, wir bleiben noch in Portugal. Unser erstes Ziel ist heute das 25 km entfernt liegende Estoi. Dort wollen wir den Palacio de Estoi mit Park besichtigen. Aber, als wir dort ankommen, ist der Zugang wegen Bauarbeiten versperrt. Eine Puossada entsteht hier und im Zuge dieser Arbeiten wird das gesamte Anwesen renoviert. Also fahren wir zur am Stadtrand liegenden Vila Romana de Milrèu und besichtigen dort Mosaiken, eine Villa aus dem 2. Jh. und andere Funde. Es handelt sich hierbei um Überreste der ehemaligen römischen Stadt Ossomoba.

Dann geht die Reise über Loule nach Alte, das bekannt ist für seine Quellen. Diese erwandern und besichtigen wir dann auch, bevor wir hinauf auf zu den Roches des Soido fahren. Hier finden wir eine Übernachtungsmöglichkeit mit toller Panoramasicht über das südliche Portugal. Eine Wanderung zu den Roches wird uns schließlich mittels eines Zaunes verwehrt.

Dinkelsbuehl

Dinkelsbuehl