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490
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Bretten – Cannobio
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Am Sonntag, dem 12. Oktober, fahren wir los. Eigentlich ist Sonnenschein angesagt, aber über dem Rheintal bis Basel liegt Hochnebel. Immer wieder dringt das Sonnenlicht durch die Nebelsuppe, und die Ortschaften mit dem dahinter herausragenden Schwarzwald sind schemenhaft zu sehen. Ein filigranes Bild bietet sich dabei. Zwei Stunden nach Abfahrt sind wir in der Schweiz. Wir bevorzugen in Richtung Süden diese Strecke, da mit einer einmal bezahlten Vignette die Transitstraße das ganze Jahr über befahren werden kann.
Je näher wir Luzern kommen, desto freier wird die Sicht. Plötzlich sind die Alpen zu sehen. Weiter geht’s entlang des Vierwaldstädter Sees und durch grüne Matten, auf denen sich gepflegte, typisch schweizerische Ortschaften erheben.
Dann durch den Gotthard, talwärts Richtung Bellinzona, die Ausfahrt Richtung Locarno genommen und in wenigen Kilometern sind wir In Italien. Kurz hinter der Grenze liegt Cannobio, wo wir den Stellplatz (N 46°03.687, E 8°41.542), ruhig gelegen am Flussufer, ansteuern.
Hinweis: Die Zufahrt ist nicht sehr gut beschildert; man sollte von der durch die Ortschaft führende Hauptstraße nicht verpassen, in die Via Cimitero abzubiegen, sonst kann es eng werden.
Am Abend unternehmen wir noch einen kleinen Bummel |
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403
km
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Cannobio – Lucca
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Die Fahrt von unserem nächtlichen Standort geht weiter entlang des Lago Maggiore über Verbania, wo wir dann in wenigen Kilometern auf die Autostrada Richtung Mailand fahren. Die Straße führt an der lombardischen Metropole vorbei und über Piacenca und Parma in Richtung La Specia. Auf diesem letzten Teilabschnitt windet sich die Straße hoch auf eine Höhe von über 1039 m ü. M. und führt über den Passo di Cisa. Spätestens von diesem Scheitelpunkt aus bieten sich herrliche Ausblicke auf die Zweitauender des Parco Naturale delle Alpi Apuane. Dann verliert die Straße wieder an Höhe und fällt bis La Spezia. Relativ monoton ist dann die Strecke bis Viareggio, bis sie dann letztendlich nach Lucca abzweigt. Der Stellplatz in der Via Gaetano Luporini ist von der Autobahnausfahrt schnell erreicht (N 43°50.391, E 10°29.220).
Vom Stellplatz, auf dem noch zehn weitere WoMos stehen, sind wir in 15 Minuten im Centro Storico. Bei der Piazzale G. Verdi gehen wir zuerst in die Touristinformation und lassen uns einen Stadtplan aushändigen. Für heute am Spätnachmittag belassen wir es bei einem ziellosen Schlendern, wobei wir beim Gang durch die Gassen von der Puccini-Stadt mit ihrem außergewöhnlichen Gebäudeensemble sofort in ihren Bann gezogen werden.
Beim Zurückkehren zum Stellplatz bemerken unsere Freunde, dass an ihrem Türschloss auf der Beifahrerseite Gewalt angewendet wurde. Zum Glück haben sie jedoch das Schloss so blockiert, dass der Türöffnungsversuch erfolglos blieb; allerdings ist das Türschloss nun unbrauchbar. Das Hochgefühl des heutigen Tages leidet natürlich sehr unter diesem Eindruck. Unsere Fahrzeuge standen an der Seite des Parkplatzes neben einer Plakattafel. Hier wurden während unserer Abwesenheit die Anschlagflächen neu beklebt. Im Schutze der legitimierten Anwesenheit und verborgen zwischen unseren beiden Fahrzeugen erfolgte wahrscheinlich der Einbruchversuch. Ärgerlich!
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Dat
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88 km
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Lucca – Vinci
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Heute erkunden wir Lucca genauer. In zehn Minuten sind wir vom Stellplatz wieder zu Fuß im Centro Storico, das komplett von einer Befestigungsanlage umgeben ist. Wir gehen vorbei an der Piazza San Giovanni, zum Dom San Martino mit der Marmorgruppe „Hl.Martin mit Bettler“. Weiter geht’s zum Torre Guinigi mit seinen Steineichen auf der Aussichtsplattform, von wo sich ein toller Blick über die Häuser der Stadt eröffnet. Dann führt der Weg zur Piazza Anfiteatro, zur Basilica, zur Chiesa San Michele im Pisaner Stil und ihren wunderschönen Blendarkaturen. Dazwischen immer wieder die schönen Geschäfte und Auslagen. Wir können von der Stadt eigentlich gar nicht genug bekommen. Trotzdem fahren wir gegen 14.30 Uhr weiter in Richtung Pistoia.
In unser Navigationssystem geben wir einen Parkplatz in der Nähe des historischen Stadtkerns ein. Die Überlandfahrt ist eigentlich unattraktiv. In Pistoia angekommen, beginnt ein Irrweg Richtung Parkplatz. Das Navi führt uns immer wieder in die Irre oder im Kreis. Dazu ist ein reger Verkehr, die Straßen sind eng, und unser Nervenkostüm bekommt gewaltige Risse. Wir beschließen, Pistoia sich selbst zu überlassen – schade um den Dom – aber wir fahren weiter nach Vinci.
Die Straße dorthin führt durch zahlreiche Kurven, und die Landschaft lässt zum ersten Mal den toskanischen Charakter erahnen. In Vinci fahren wir zum hoch über der Ortschaft gelegenen Wanderparkplatz und genießen von dort aus einen schönen Sonnenuntergang über dem Arno-Tal (N43°46.857, E 10°55.701).
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