1. Tag

05.04

Frankfurt – Baltimore

Zwischenzeitlich sind auch Inge und Günter, die mit der Maschine aus Hamburg kommen, eingetroffen. In Washington-Baltimore landen wir um 20.15 Uhr, nach MEZ 0.15Uhr. Irgendwie sind wir geschafft. Zum Glück ist das Hotel „Comfort Suites“ gleich „um die Ecke“, zu dem uns der Hotel-Shuttlebus bringt. Für einen gemütlichen Drink mit den anderen, mit uns eingetroffenen Wohnmobilisten, haben wir keine allzu große Lust mehr. „See you tomorrow“.
Um 5.45 läutet der Wecker. Es geht los. Heute geht’s in die Staaten. Der Zug fährt um 7.15 Uhr, das Flugzeug startet  um 11.30 Uhr, und nach britischer Zeit um 12.00 Uhr sind wir in London Heathrow. Bis wir jedoch die Maschine verlassen dürfen, vergehen nahezu 30 Minuten. Entweder hatte man keine Leiter zum Verlassen des Flugzeuges oder keinen Bus. Aber dann klappt es doch. Wir sind darüber nicht überrascht, denn von Heathrow hat man schon so manches gehört. Dann heißt es warten auf den Weiterflug um 16.15 Uhr.

2. Tag

06.04

57 km

Baltimore – Millersville KAO Campground

Heute holen wir die Wohnmobile. Insgesamt haben das acht Fahrzeughalter vor. Als Escort-Service kommt das Ehepaar Mueller aus Washington. Seit Jahresbeginn ist es nicht mehr möglich, individuell das Fahrzeug aus dem Hafen herauszubringen. In zwei Autos fahren wir zur nahe gelegenen Spedition. Dort werden in umständlicher Manier, teils vollständig und unvollständig, teils mit irritierenden Angaben die Formulare für die Hafenabfertigung von den Teilnehmern unter Anleitung ausgefüllt. Diese Prozedur dauert ca. von 8.00 Uhr bis 9.30 Uhr. Dann fahren wir zum Hafen. Unterwegs steigen wir in zwei andere Fahrzeuge um, weil die Muellers keine Escort-Service-Lizenz besitzen. An der Hafeneinfahrt werden alle Namen telefonisch an die Verwaltung durchgegeben, und nach einer entsprechenden Wartezeit erhält jede den Hafen einfahrende Person ein Ticket, ohne das er später den Hafen nicht verlassen darf.

Nun gehen wir in das erste Büro. Es werden maximal 2 Wohnmobilbesitzer eingelassen. Jeder hat vier zuvor ausgefüllte identische Formularsätze. Diese werden jetzt durchgeprüft. Pro Satz werden 5 Seiten zweifach abgestempelt und von dem Beamten abgezeichnet. Das sind 40 Stempel und 20 Signierungen. Der letzte ist um 11.00 Uhr damit fertig. Nun geht’s in Büro zwei. Die Zeit läuft, denn um 11.30 ist Lunchtime. Das Büro ist gut belegt. Auf Grund der Zusage, dass Frau Mueller für den Beamten einen Kuchen backt, überzieht dieser seine Arbeitszeit, und um 12.00 Uhr haben wir alle Dokumente. Aber jetzt ist wirklich Lunchtime. Wir warten also bis 13.00 Uhr bis zur Fahrzeugübergabe. Aber dann geht’s Schlag auf Schlag. In fünfminütigem Turnus sind die Fahrzeuge übergeben und die Augen der Wohnmobilisten leuchten. Bis auf ein Augenpaar. Sein Fahrzeug hat einen Plattfuß, und das Rad muss gewechselt werden. Aber dann verlassen wir im Konvoi den Hafen, und es geht zurück zum Hotel, wo die jeweiligen Partner warten.

Nun heißt es aber: Reisegepäck ins Auto, Tanken, zu Walmart fahren und einkaufen und Gasflaschen besorgen und anschließen. „Sch….!“ Ich habe bei Wynen-Gas zwei Adapter für die amerikanischen Flaschen bestellt, und ein Adapter wurde falsch geliefert. Zum Glück passt wenigstens der eine.

Gegen 19.00 Uhr sind wir auf dem KOA-Camping Millersville, wo uns unsere Freunde Heidrun und Heiner erwarten, die  ihre zwölf Monate USA gerade abschließen. Es gibt viel zu erzählen.

Aber irgendwie war der Tag heute anstrengender, als wir das vorhergesehen haben.


3. Tag

07.04

0 km

Camping Millersville

Wir bleiben noch einen Tag auf dem Campingplatz, wenngleich er doch sehr teuer ist ($ 43,00 als ADAC-Mitglied, sonst $ 50,00). Wir bringen das Fahrzeug in Ordnung, da wir gestern alles nur in das Fahrzeug gestellt haben nach dem Motto: Hauptsache alles ist drin.

Aber es ist kalt. Vergangene Nacht waren die Temperaturen um den Gefrierpunkt und tagsüber sind es gerade mal 6-8°C. Irgendwie hatten wir uns dies nach dem langen europäischen Winter anders vorgestellt. Kann aber noch kommen!


4. Tag

08.04

383 km

Millersville – Virginia Beach

Wir ändern unseren Plan. Eigentlich wollten wir zuerst Washington besichtigen, aber die niedrigen Temperaturen (2 – 8°C) veranlassen uns, schnellstmöglich Richtung Süden zu fahren. Die Washington-Tour verlegen wir auf das Ende unserer Rundreise. Jetzt wollen wir über die Outer Banks nach Florida. Unser erstes Zwischenziel dahin ist Virginia Beach. Von Millersville aus fahren wir an der Metropole vorbei und sehen von der I-95 sowohl das Capitol als auch den Obelisk. Durch eine lichte Waldlandschaft, durch die immer wieder gepflegte Holzhäuser zu sehen sind, führt die Straße nach Richmond und dann  nach Newport und Virginia Beach. Je näher wir unserem Ziel gelangen, desto grüner wird die Natur. Virginia Beach ist an sich weniger attraktiv; schön gelegen ist jedoch der Campground. Dieser liegt im „First Landing State Park“, getrennt durch eine Dünenlandschaft, nahe des Atlantiks. Über Stege gelangt man zum feinen Sandstrand. Und der Abend beschert uns noch einen schönen Sonnenuntergang.