21. Tag

25.04

0 km

New Orleans

Im Reiseführer wird ausgelobt, dass dieser Campground einen Busshuttle nach New Orleans anbietet. Der Shuttleservice beschränkt sich aber auf eine Hinfahrt morgens um 9.00 Uhr und eine Rückfahrt um 17.45 Uhr abends. Dazwischen läuft nichts. Na gut!

Wir fahren Richtung French Quarter und kommen dabei durch die St. Charles Av. Hier stehen Häuser rechts und links der Straße von einer Atem beraubenden Schönheit. Wir haben uns unter New Orleans nichts Konkretes vorgestellt, nur die Heimat des Jazz und die Verwundungen durch Catrina sind uns gegenwärtig. So kommen wir in eine Stadt, die zum einen eine fantastisch schöne Bausubstanz und eine für Amerika typische Großstadt-Skyline besitzt, zum anderen natürlich das French Quarter mit seinen charakteristischen Metall verzierten Balkonen und den Straßenmusikern aufweist.

Unser Weg führt zuerst zur Touristinformation, wo wir für morgen eine deutschsprachige Tour durch den historischen Stadtkern vereinbaren ($ 20p.P.). Danach gehen wir zum Citypark, zur Kathedrale und kreuz und quer durch das French Quarter. Dabei treffen wir sowohl auf den einen oder anderen Straßenjazzer als auch auf die komplette Dixiband. Alles swingt mit. In den Cafés oder Restaurants spielen ebenfalls Bands. Wir lassen uns von der Atmosphäre begeistern. Am Nachmittag steigen wir auf den Raddampfer „Natchez“ und lassen uns zwei Stunden auf dem Mississippi treiben.

Die Hitze, nahezu neun Stunden auf den Beinen – für heute sind wir ganz schön geschafft.


22. Tag

26.04

0 km

New Orleans

Heute vertiefen wir noch einmal unsere Eindrücke. Auf 10.00 Uhr haben wir die Führung vereinbart. Es geht durch das French Quarter, in Hinterhöfe, zum katholischen Friedhof und anderen Punkten. Wir erfahren viel über die Sklaven und deren Haltung, über die Kreolen, über geschichtliche und politische Entwicklungen. Auch werden wir über die nahezu alle zehn Meter in den Boden eingelassenen, runden, Handteller großen Deckel aufgeklärt. Das sind Termitenkontrollstationen, die in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Da das gesamte Altstadtareal auf Sumpfgelände steht, ist die Gefahr der Termiten groß. Hausbesitzer können sich in New Orleans sogar gegen Termitenschäden versichern.

Nach zwei Stunden Rundgang stärken wir uns in einem kreolischen Restaurant bei landestypischem Essen. Bei Jambalaia und Seafoodeintopf. Dann geht’s mit der Streetcar, bekannt durch den Film „Endstation Sehnsucht“ in den Garden District. Hier sind Prachtbauten in bester Südstaatenmanier zu sehen. Einfach fantastish. Wir laufen kreuz und quer durch die Straßen, und je mehr man  sich von der Hauptverkehrsader entfernt, umso beeindruckender ist die Symbiose von Architektur und Garten.

Dann geht’s wieder zurück. Gegen Abend treffen wir uns wieder mit unseren Freunden, die den Besuch des  Jazzfestival bevorzugten. Heute Abend bleiben wir noch im French Quarter und lassen die Atmosphäre dieser Stadt auf uns einwirken.


23. Tag

27.04

77 km

New Orleans - Vacherie

Heute stehen zwei für diese Region typische Objekte auf dem Plan. Die Laura sowie die Oak Alley Plantation. Beide liegen eine Autostunde von New Orleans entfernt und südlich des Mississippi.

Bei der Laura Plantation handelt es sich um eine Zuckerplantage mit einer nahezu 200-jährigen Familiengeschichte, die mit allen Facetten von Liebe, Leidenschaft und Intrigen gespickt ist. Sie ist im Grunde genommen ein eher bescheidenes Anwesen, aber wegen seiner einstigen kreolischen Besitzerin Laura Locoul Gore, die ein Buch über dieses Anwesen geschrieben hat, nimmt sie eine besondere Stellung ein. Auf dieser Plantage ist das Haupthaus noch identisch eingerichtet. Auch sind zahlreiche andere Gebäude, wie Sklavenhäuser etc. zu sehen. 

Die zweite Plantation ist die in allen Reiseführern erwähnte Oak Alley Plantation. Von der Straße führt eine nahezu 400 Meter lange Eichenallee auf das Haupthaus. Diese Allee, gesäumt von bis zu 300 Jahre alten Eichen mit ausladenden Ästen bis zu 20 Metern, ist wahrscheinlich eines der meistfotografierten Objekte Louisianas. Für eine Besichtigung reicht es heute nicht mehr. Dafür aber noch zu einem Gang zum vorbei fließenden Mississippi. 


24. Tag

28.04

258 km

Vacherie - McComb

Wir wollen, ohne eine Besichtigung der Oak Alley Plantation vorzunehmen, weiter nach Norden. Allerdings wählen wir dazu einen Umweg und fahren noch einmal zurück nach New Orleans. Von dort aus überqueren wir den Lake Pontchartrain mittels der längsten Brücke der Welt. Sie misst vom Süd- bis zum Nordufer ca. 40 km. Eine tolles Erlebnis, so weit das Auge reicht nur Wasser. Dann fahren wir bis McComb und übernachten auf dem wunderschön angelegten „Percy Quin State Park Camping Ground“.