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49. Tag
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23.05
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57 km
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Zion Nationalpark - Hurricane (Utah)
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Pech gehabt. Für uns ist auf dem Campingplatz kein Platz mehr frei. Es ist Wochenende, und am Montag ist Memorialday (ein großer Feiertag), da sind natürlich auch die Amerikaner unterwegs. Na gut, das Wetter ist auch nicht berauschend, also fahren wir Richtung Westen bis Hurricane auf den dortigen State Park. Wir verlassen den Nationalpark und fahren über Springdale und La Verkin, immer am Virgin River entlang. Wir sehen, dass hier Tourismus pur ist: gepflegte Ortschaften, Golfplätze, Motels u.a.
Der Sand Hallow State Park mit mehreren Campgrounds liegt an einem gestauten See und ist ebenfalls gut belegt. Über dem See sind die Berge des Dixie National Forest mit einer Höhe bis zu 3.400 m (Signal Peak) zu sehen. Für heute nehmen wir uns eine Auszeit.
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50. Tag
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24.05
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128 km
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Hurricane – Zion Nationalpark - Hurricane (Utah)
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Am heutigen Sonntag sehen wir unsere Chance für den Zion Nationalpark an der Kolob Canyon Road. Dort gehen wir zuerst zum Visitor Center und lassen uns über mögliche Trails beraten. Dann fahren wir zum Parkplatz, von dem der Tailor Creek Trail beginnt. Fünf Meilen insgesamt, also acht Kilometer, normalerweise eine Dauer von zwei Stunden. Wir gehen los. Der Weg führt entlang des momentan ruhigen Bachlaufes des Middle Fark. Diesen müssen wir ca. 20 bis 30 mal überqueren, mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Der Weg führt dabei in eine Schlucht, die rechts und links durch 100 bis 150 Meter senkrecht aufragende Sandsteinfelsen eingefasst ist. Einfach phänomenal. Das Ende des Weges bildet die Double Arche Alkove, eine ca. 50 Meter breite, höhlenartige Auswaschung im Gestein, über der sich noch ein zusätzlicher ausgeschwemmter Bogen befindet. Dann wieder zurück. Und für die fünf Meilen benötigen wir knapp dreieinhalb Stunden.
Auf dem Parkplatz angekommen, fahren wir hinaus auf den Kolob Canyon View Point. Der Parkplatz ist wie eine Aussichtsterrasse angelegt, vor der die Sandsteinfelsen mit einer Höhe von bis zu 2800 m ü.M. wie eine Perlenkette aneinandergereiht dastehen. Da uns dieses Panorama noch nicht ausreicht, gehen wir den insgesamt einen Meile langen Weg des Timber Creek Overlook Trail, von dessen Aussichtspunkt sich dann ein 360°-Panorama eröffnet. Es ist mittlerweile 15 Uhr, wir haben den Blick von Westen auf das Massiv, und so leuchtet der Sandstein in einem wunderschönen Rotbraun.
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51. Tag
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25.05
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57 km
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Hurricane – Zion Nationalpark (Utah)
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Da heute Memorialday ist und viele Amerikaner wieder abreisen, haben wir Glück und bekommen einen Platz im Camp Ground South. Die Durchgangsstraße zwischen den beiden Eingängen West und Ost kann mit Privatfahrzeugen genutzt werden, der „Zion Canyon Scenic Drive“ wird jedoch ausschließlich von Shuttlebussen befahren, deren Nutzung im Parkeintrittspreis inbegriffen ist. Also nutzen wir diesen Service.
Die Szenerie rechts und links von der Straße ist gigantisch. Wir steigen an allen Stationen für einen Fotostopp aus und fahren mit dem nächsten Shuttle weiter. Am Ende der Tour gehen wir dann auf den „Riverside Walk“, der noch weiter in den Canyon führt. Eine erforderliche Durchquerung des Virginia Rivers stoppt unseren Weg. Barfuß durch den River zu gehen, birgt eine zu hohe Verletzungsgefahr. Also kehren wir um. Aber der Weg bis hierher, zwischen sich immer mehr verengenden Wänden, die mehrere 100 Meter senkrecht aufragen, ist fantastisch. Mit dem Bus geht’s dann wieder zwei Stationen zurück, und wir steigen in den „Upper Emmerald Pool Trail“ ein. Ein strammer Anstieg führt uns schnell ca. 100 Meter über die Talhöhe, und uns gegenüber präsentiert sich der „Red Arch Montain“ in seiner ganzen Größe. Einfach fantastisch.
Das Spiel der Farben in den Sandsteinfelsen ist überwältigend. Es wechselt von weiß, grau, hellgelb, dunkelgelb, rosa und rot. Alle warmen Pastelltöne sind vorhanden. Je nach Tageslicht verändert sich wiederum die Intensität der Farbpalette. Ich glaube, diese Intensität an gigantischen Felsformationen und einem sich ständig verändernden Lichstpiel ist einmalig.
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52. Tag
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26.05
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136 km
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Zion Nationalpark – Bryce Canyon (Utah)
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Wir verlassen den Zion NP mit Ziel Bryce Canyon. Auf dem Weg dorthin liegt allerdings noch die ganze West-Ost-Durchquerung des Zion NP vor uns. Nach jeder Biegung ist die Welt hier aufs Neue fantastisch. Schön ist, dass viele Haltebuchten vorhanden sind, so dass man nebenbei auch noch den Fotografierambitionen frönen kann. Der Weg zum Ostausgang ist eine einzige landschaftliche Sensation.
Die #89 führt zuerst nach Norden, bis man 10 km vor Panguitch in die 12 nach Osten abbiegt. Diese Straße führt nun 22 km am Red Canyon entlang. Die Landschaftsfarbe wird ziegelrot. Felsgebilde am Straßenrand und Felstunnel charakterisieren die Strecke, die als eine der schönsten von Utah gehandelt wird. Dunkle Wolken ziehen auf, und es beginnt leicht zu regnen. Wir beziehen unser Quartier vor dem Nationalpark bei Ruby‘s Campground. Für eine durchschnittliche Leistung wird ein stattlicher Preis verlangt. Wir hätten es vielleicht doch auf einem der beiden Campgrounds im NP versuchen sollen. Sei’s drum.
Mit dem Shuttle fahren wir gegen Nachmittag noch in den Bryce Canyon und steigen am Sunset Point aus. Es ist der Wahnsinn, was sich uns da eröffnet. Hier steht eine steinerne Märchenwelt unter uns (wir sind auf einer Höhe von ca. 2600 m ü. M.). Die Sonne zeigt sich wieder, und unter uns stehen, so weit das Auge reicht, rote, beige und orange aberodierte Steinsäulen, sog. Hoodoos. Unfassbar, was hier die Natur geschaffen hat. Danach fahren wir mit dem Shuttle noch eine Station weiter, kommen auf eine Höhe von 8.400 ft (ca. 2800 m ü. M.). Wir gehen am Canyonrand entlang und nehmen die Eindrücke in uns auf. Morgen werden wir die Hoodoos dann aus der Nähe betrachten.
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